Goldene Konfirmation, Reutlingen-Gönningen
Dadurch dass ich in den letzten Jahrzehnten das 50. Jubiläum der Konfirmation mit dem Beginn eines neuen Lebensabschnittes Mitte der eigenen 60er Jahre verbunden hat, entwickelt sich vielerorts die Goldene Konfirmation zu einem wichtigen Ereignis im Gemeindeleben. Bei uns ging der Impuls von den Jubilaren selbst aus und wurde heuer zum zehnten Mal in regelmäßiger Form begangen. Eine durchaus schlichte Form führt dazu, dass sich auch - wie es hier durchaus nicht selten anzutreffen ist - auch eher kirchlich distanzierte Menschen zu diesem Anlass in die Kirche einladen lassen: Im ersten Teil des Gottesdienstes (ohne Abendmahl!) erfolgt eine Ansprache, ggf. ein Lied aus dem Konfirmationsgottesdienst sowie - während die Jubilare im Halbkreis vor dem Altar stehen - ein Gebet und ein Segen (für alle gemeinsam, abgeschlossen mit Kreuzzeichen). Während die Gemeinde das Hauptlied singt, bekommen die Jubilare eine Erinnerungskarte überreicht. Eingeladen sind jeweils auch die Jahrgänger, oft schließen sich auch katholische Mitchristen an; die öffentliche Bekanntgabe in den einschlägigen örtlichen Medien lädt auch die andernorts Konfirmierten ein. Wenn es möglich ist, läßt sich auch bspw. zwischen Jugendmitarbeitern und den Goldenen Konfirmanden en Gesprächsabend und damit eine generationenübergreifende Begegnung arrangieren, die in unserem Falle sehr anregend war. Dazu hatten zwei Zehntklässlerinnen im Zuge ihres Sozialpraktikums über mehrere Wochen hin die Lebenswelt älterer Menschen erkundet und dies an diesem Abend ins Gespräch gebracht. Erstmals wurde in diesem Jahr eine Diamantene Konfirmation bei uns gefeiert und im vergangenen Jahr das 70. Jubiläum. Diese wurden jeweils in einen Sonntagmorgengottesdienst in kleinerer Form eingebunden. Man spürt, dass hier die Schwellensituation längst nicht so prägend ist wie bei der Goldenen Konfirmation.Kontakt:
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