15.04.2008
Feldstudie: Beziehungen führen zum Glauben
Stuttgart/Greifswald (epd). Wer Glauben vorlebt, kann andere Menschen dazu führen, dasselbe zu tun. Eine in Deutschland bislang einmalige wissenschaftliche Studie zum Thema wurde zum Auftakt des Kongresses «Wachsende Kirche» der württembergischen evangelischen Landeskirche am Freitag (11. April) in Stuttgart vorgestellt. Wichtigste Erfahrung aus ersten Befragungen sei, dass «Gott nicht abstrakt ins Denken einfällt, sondern den Weg über Beziehungen nimmt», so die Verantwortlichen.Menschen, die von sich sagen, dass sie ab einem bestimmten Zeitpunkt ihr Leben bewusst am christlichen Glauben ausrichteten, nennen dafür verschiedene Gründe. Bewegende Lebenserfahrungen gehören dazu und andere Menschen, die als Vorbild leben. Von der Untersuchung, welche Faktoren eine Rolle spielen und wie sie wirken, erhoffen sich die Initiatoren «starke Impulse für ein effizienteres missionarisches Handeln der Kirche».
Die von der württembergischen Landeskirche initiierte Studie «Wie finden erwachsene Menschen zum Glauben?» wird vom Institut zur Erforschung von Gemeindeentwicklung und Evangelisation (IEEG) der Universität Greifswald durchgeführt. Für die jetzt veröffentlichte Vorstudie wurden 30 Erwachsene in den württembergischen evangelischen Kirchenbezirken Schwäbisch Hall und Bernhausen befragt.
Weitere 1.000 Personen, auch in den evangelischen Landeskirchen in Sachsen, im Rheinland und in Mecklenburg, sollen noch in diesem Jahr ebenfalls befragt werden. Die Leitung des Projekts hat der Greifswalder Professor Michael Herbst. Die Ergebnisse der Vorstudie sind jetzt in einer Monographie dokumentiert (Herbst, Michael, Wachsende Kirche - Wie Gemeinde den Weg zu postmodernen Menschen finden kann, Brunnen Verlag Giessen, ISBN: 978-3-7655-1417-3, 7,95 Euro). (0947/11.04.2008)
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